Holi

Holi, das große “Fest der Farben”, wird von Hindhus, Sikhs und anderen Religionen zum Ende des Winters gefeiert. Es fällt auf den letzten Vollmond des Monats Phalguna - im Gregorianischen Kalender entspricht dies einem Tag im Februar oder März. Besonders in Indien, Bangladesh, Pakistan und Nepal wird das Fest groß gefeiert, unter anderem mit spektakulären “Farbenschlachten”. Andere Namen für das Festival, das bis zu 16 Tage dauern kann, sind Dolyatra, Doul Jatra und Basanta-Utsav.

Munition: An Holi bewerfen sich Hindus traditionell mit farbigen Pulvern.

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Traditionen, Events und Bräuche

Zu Holi herrscht generell eine ausgelassene Stimmung, und manche gesellschaftlichen Regeln und Restriktionen werden zeitweise außer Kraft gesetzt. Am Abend des ersten Tages wird ein Feuer entzündet, in dem eine Figur aus Stroh (Holika) verbrannt wird. Viele Menschen singen und tanzen in den Straßen.

Besonders spektakulär ist die “Farbenschlacht” am zweiten Tag (Rangapancami), die dem Festival seinen Beinamen “Fest der Farben” eingebracht hat. Dabei bewerfen, besprühen oder beschmieren sich die Menschen - ungeachtet gesellschaftlicher Konventionen - gegenseitig mit grell gefärbten Pulvern oder farbigem Wasser.

Sind die Geschäfte geschlossen?

Holi ist in Indien ein eingeschränkter Feiertag. Das bedeutet, dass Ämter und die meisten Geschäfte geöffnet sind. Viele Menschen nehmen sich dennoch den Tag frei. Auch in Ländern mit kleineren hinduistischen Gemeinden wird Holi gefeiert, jedoch nicht als gesetzlicher Feiertag.

Hintergrund

Holi ist ein sehr altes Fest, das sich aus einem landwirtschaftlich geprägten Feiertag entwickelte, der dem Frühling gewidmet war. Heute ist das Fest der Farben ein großes gesellschaftliches Event, bei dem die Menschen sich symbolisch vom Trübsinn des Winters befreien und das wieder erwachende Leben des Frühjahrs feiern.

Eine Vielzahl von Legenden kursieren über Holi und die mit dem Feiertag verknüpften Bräuche. Die Geschichte von Krishna und Radha begründet etwa die traditionelle Farbenschlacht: Der junge Krishna soll sich bei seiner Mutter Yashoda darüber beklagt haben, dass er so dunkle Haut habe, während seine Gefährtin Radha helle Haut hatte. Yashoda empfahlt ihm, Farbe auf Radhas Gesicht aufzutragen, um diesen “Missstand” zu beseitigen.

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