Faschingsdienstag

Der Faschingsdienstag ist der letzte Tag vor der Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt. Der Feiertag fällt auf einen Tag zwischen dem 3. Februar und dem 9. März. Er wird je nach Region auch Karnevalsdienstag, Fasnachtsdienstag, Veilchendienstag, in anderen Ländern auch Mardi Gras genannt.

Farbenfrohe Kostüme und maskierte Tänzer sind in vielen Ländern wichtige Bestandteile der Karnevalsfeiern am Faschingsdienstag.

©iStockphoto.com/Michael Funk

Traditionen, Events und Bräuche

Mit dem Faschingsdienstag werden rund um die Welt viele verschiedene Bräuche verbunden, von denen die meisten mit lautem Feiern und ausgiebigem Essen zu tun haben. Auch wenn die großen Fastnachtsumzüge in Deutschland und der Schweiz eine lange Tradition haben und viele Menschen anziehen, werden in Brasilien jedes Jahr die größten und wohl berühmtesten Karnevalsprozessionen abgehalten. Auch die Feierlichkeiten zu Mardi Gras (etwa: “fetter Dienstag”) im amerikanischen New Orleans sind weltbekannt.

Auch in Frankreich gibt es jedes Jahr bunte Umzüge zu Mardi Gras, besonders in den südlichen Städten Cannes, Grasse und Nizza. Mit Blumen reich verzierte Festwagen mit gigantischen Figuren werden dabei durch die Straßen gefahren. Dazu gibt es Crêpes und Waffeln zu essen. Am Ende des Tages wird traditionell eine Figur verbrannt, die das Böse symbolisiert.

In England ist der Tag unter dem Namen Pancake Day bekannt. Vielerorts finden Spiele und Rennen statt, bei denen Pfannkuchen eine entscheidende Rolle spielen.

Im nördlichen Teil Schwedens kommt am Faschingsdienstag traditionell ein Fleischeintopf auf den Tisch. Im Süden des Landes werden dagegen Semlor gegessen - ein traditionelles Gebäck mit Cremefüllung.

In vielen karibischen Ländern, zum Beispiel in Trinidad und Tobago, finden an diesem Tag Musikwettbewerbe statt. In Haiti steigt die größte Feier des Jahres.

Sind die Geschäfte geschlossen?

Der Faschingsdienstag ist in vielen Ländern ein gesetzlicher Feiertag, darunter Haiti, Liechtenstein (abweichendes Datum), Panama, Portugal, Venezuela und in Teilen der USA. In anderen Ländern ist er ein arbeitsfreier Tag nur für bestimmte Bereiche - zum Beispiel Banken oder den öffentlichen Dienst. Dies ist der Fall in Angola, Dominica, Ecuador sowie Trinidad und Tobago.

In Brasilien ist der Faschingsdienstag ein arbeitsfreier Tag ohne Vergütung. Arbeiter in Französisch Guiana haben arbeitsfrei, obwohl der Tag kein gesetzlicher Feiertag ist.

Hintergrund

Laut christlicher Tradition mussten am Tag vor Beginn der Fastenzeit sämtliche Vorräte an Milch, Butter und Eiern aufgebraucht werden. Deswegen wird zur Karnevalszeit heute in vielen Ländern Gebäck gegessen, das diese Zutaten beinhaltet. Nicht zuletzt deswegen heißt der Faschingsdienstag in England auch Pancake Day.

Generell galt es am “fetten Dienstag”, sich vor der 40-tägigen Fastenzeit noch einmal richtig den Bauch vollzuschlagen und ausgelassen zu feiern.

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