Ostermontag

Der Ostermontag, welcher auf den Ostersonntag folgt, ist in vielen Ländern ein gesetzlicher Feiertag. Er ist der zweite Tag des Osterfestes, das laut christlicher Liturgie acht Tage andauert.

Bunte Ostereier gehören vielerorts zum Osterbrauchtum.

Traditionen, Events und Bräuche

Wo der Ostermontag als gesetzlicher Feiertag gilt, ruhen sich viele Menschen von den Feiern des Vortages aus. Bei gutem Wetter ist es in vielen Ländern auf der Nordhalbkugel üblich, die erwachende Natur und den Frühling auf Wanderungen oder Radtouren zu genießen. Mancherorts finden auch am Ostermontag noch Osterparaden statt.

In den USA hat sich am Ostermontag eine feste Tradition etabliert: der Egg Roll. Dabei rollen Kinder bunte Ostereier mittels langer Löffel über den Rasen vor dem weißen Haus in Washington - oft unter den Anfeuerungsrufen des amerikanischen Präsidenten, für den das Rennen jedes Jahr ein besonders publikumswirksames Ereignis darstellt. Den Egg Roll gibt es bereits seit 1878.

Sind die Geschäfte geschlossen?

In vielen Ländern der Erde ist der Ostermontag ein gesetzlicher Feiertag, zum Beispiel in:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Australien
  • Belgien
  • Kanada
  • Kroatien
  • Tschechien
  • Dänemark
  • Finnland
  • Frankreich
  • Guatemala
  • Ungarn
  • Irland
  • Italien
  • Neuseeland
  • Norwegen
  • Polen
  • Schweden
  • Niederlande
  • Großbritannien
  • USA

In diesen und anderen Ländern sind Ämter, Banken, Schulen und viele Geschäfte am Ostermontag geschlossen. Der öffentliche Verkehr wird vielerorts eingeschränkt.

Hintergrund

Ostern ist wie Weihnachten aus kirchlicher Sicht ein achttägiges Fest. Der Ostersonntag und jeder der folgenden sieben Tage gelten als kirchliches Hochfest. Die Einstufung des Ostermontages und des zweiten Weihnachtsfeiertages als gesetzlicher Feiertag soll gläubigen Christen ermöglichen, zumindest an einem der sieben Folgetage einen Festgottesdienst zu besuchen.

Osterhase und Ostereier

Dass der Osterhase die Ostereier bringt, weiß jedes Kind – woher diese Bräuche aber stammen, kann keiner so genau sagen. Das Ei als Keimzelle neuen Lebens ist im Christentum allerdings bereits seit vielen Jahrhunderten ein Symbol für die Auferstehung Jesu.

Der Osterhase musste sich jedoch erst gegen eine Reihe von Konkurrenten durchsetzen: je nach Region wurden die Eier traditionell vom Fuchs, vom Kuckuck, vom Storch oder vom Hahn versteckt. Dass heute zum Osterfest keine Schokoladenfüchse oder -hähne in den Supermarktregalen stehen, kann man nicht eindeutig erklären. Eine weit verbreitete Hypothese sieht den Ursprung des Osterhasen im Dreihasenbild, einem alten Symbol für die Dreieinigkeit Gottes. Dieses wurde bereits gerne auf Ostereier gepinselt, bevor der Osterhase selbst die ersten Eier brachte.

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