Karfreitag

Viele Christen gedenken am Tag nach Gründonnerstag und zwei Tage vor Ostersonntag der Kreuzigung Jesu Christi. Der Karfreitag gilt als Tag der Trauer. Er ist der sechste Tag der Karwoche, die am Palmsonntag beginnt.

Am Karfreitag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu.

©iStockphoto.com/Richard Goerg

Traditionen, Events und Bräuche

In vielen Ländern begehen gläubige Christen den traurigen Anlass durch Fasten und Beten. In Kirchen finden Gottesdienste statt, die üblicherweise um 15 Uhr beginnen - laut Liturgie die Todesstunde Jesu. In manchen Ländern, zum Beispiel in Italien, Indien, Malta, Spanien und auf den Philippinen, stellen Laienschauspieler den Leidensweg Jesu in aufwendigen Prozessionen nach.

Auf den Bermuda-Inseln lässt man am Karfreitag selbst gebaute Drachen steigen - ein Symbol für die Auferstehung Jesu. Diese Tradition gibt es dort bereits seit dem 19. Jahrhundert.

Sind die Geschäfte geschlossen?

Der Karfreitag ist in vielen Ländern ein gesetzlicher Feiertag, unter anderem in:

  • Deutschland
  • Australien
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Kanada
  • Chile
  • Kolumbien
  • Costa Rica
  • Dänemark
  • Dominikanische Republik
  • Ecuador
  • Finnland
  • Guatemala
  • Honduras
  • Neuseeland
  • Nicaragua
  • Norwegen
  • Panama
  • Paraguay
  • Peru
  • Philippinen
  • Portugal
  • Serbien (Orthodoxer Karfreitag)
  • Slowakien
  • Spanien
  • Schweden
  • Uruguay
  • Großbritannien
  • Venezuela

Auch in elf Bundesstaaten der USA ist der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag: Connecticut, Delaware, Hawaii, Indiana, Kentucky, Louisiana, New Jersey, North Carolina, North Dakota, Tennessee und Texas.

Hintergrund

Der Karfreitag ist einer der ältesten christlichen Gedenktage. Es wird angenommen, dass er bereits um das Jahr 100 n. Chr. begangen wurde. Erst im 4. Jahrhundert wurde er jedoch erstmals mit der Kreuzigung Jesu in Verbindung gebracht.

Die Kreuzigung ist für Christen der symbolische Höhepunkt der Leiden Jesu und der Ereignisse, derer in der Karwoche gedacht wird: die triumphale Rückkehr Jesu nach Jerusalem am Palmsonntag, die Fußwaschung der Jünger und das letzte Abendmahl am Gründonnerstag.

Was bedeutet “Kar”?

Der Begriff basiert auf dem althochdeutschen Wort für Kummer oder Trauer: kara. Der Karfreitag ist aus linguistischer Perspektive also der “Freitag der Trauer”.

Auf Englisch heißt der Karfreitag übrigens Good Friday, also “Guter Freitag”. Was angesichts des traurigen Anlasses zunächst paradox klingt, wird mit einer allmählichen Verschiebung der Bedeutung des Wortes good erklärt, welches früher auch mit “heilig” oder “fromm” übersetzt werden konnte. Ein weiterer Erkärungsversuch sieht in dem Wort good eine Abwandlung des Wortes God. Der Good Friday wäre somit der “Freitag Gottes”.

Unser Team hat alle gelisteten Feiertage gewissenhaft recherchiert und bringt die Daten und Hintergrundinformationen laufend auf den neuesten Stand. Sollten Sie trotzdem einen Fehler entdecken, bitten wir um eine Nachricht.

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