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Wie entstehen Sternschnuppen?

Sie rasen als kleine Blitze über den Nachthimmel und gelten als Glücksbringer. Aber wie entstehen Sternschnuppen eigentlich? Wie groß sind sie und wie schnell?

Shooting stars at night.

Perseiden-Sternschnuppen

Die Sternschnuppen des Perseiden-Meteorstroms sind im August zu sehen.

©bigstockphoto.com/JohnDorton

Wie sehen Sternschnuppen aus?

Schaut man lange genug in den klaren Sternenhimmel, sieht man meistens die eine oder andere Sternschnuppe. Plötzlich erscheint ein kleines Licht am Firmament und rast mit großer Geschwindigkeit über den Himmel. Meistens ist der Meteor nach etwa einer Sekunde wieder verschwunden.

Die meisten Sternschnuppen sehen aus wie ein rasender Stern. Es gibt aber auch Meteore, die viel heller sind und einen Schweif hinterlassen.

Sternschnuppen sind lautlos. Trifft aber ein besonders großer Brocken auf die Erdatmosphäre, verglüht er nicht vollständig und schlägt als Meteorit auf der Erdoberfläche ein. Der Aufprall kann dann im Umkreis von vielen Kilometern als donnernder Paukenschlag hörbar sein.

Besonders viele Sternschnuppen gibt es während eines Meteorschauers.
Wann ist der nächste Meteorschauer?

Woraus bestehen Sternschnuppen?

Sternschnuppen werden manchmal irrtümlich als sterbende oder fallende Sterne bezeichnet. Tatsächlich werden sie von Staubkörnern oder kleinen Gesteinsbrocken aus dem All erzeugt, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Diese Meteoroiden wurden meist von einem Kometen oder Asteroiden hinterlassen. Sie können aber auch durch Einschläge auf dem Mond oder Mars in den Weltraum geschleudert worden sein. Die Gegenstände, die als Sternschnuppen über unseren Nachthimmel flitzen, reisen meist schon mehrere Millionen Jahre durch das All.

Meteor, Meteorit, Meteoroid – was ist der Unterschied?

Wie schnell sind Sternschnuppen?

Meteoroiden bewegen sich mit sehr großen Geschwindigkeiten durch den Weltraum. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre sind sie meist etwa 30 bis 70 Kilometer pro Sekunde schnell – also 108 000 - 252 000 km/h.

Wie groß sind Sternschnuppen?

Die Meteoroiden, die wir als Sternschnuppen am Nachthimmel sehen, haben im Normalfall einen Durchmesser von nur wenigen Millimetern und wiegen gerade einmal 1-2 Gramm. In seltenen Fällen flitzen aber auch größere Gesteinsbrocken mit der Größe eines Tennisballs über unsere Köpfe hinweg.

Wie weit sind Sternschnuppen entfernt?

Meteoroiden fangen an zu leuchten, wenn sie auf die Mesophäre treffen – also in etwa 80 Kilometern Höhe. Die meisten Gegenstände haben sich spätestens in einer Höhe von etwa 30 Kilometern restlos aufgelöst – die Sternschnuppe erlischt.

Warum leuchten Sternschnuppen?

Tritt ein Gegenstand mit so hohen Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein, entsteht durch die Reibung mit der Luft eine hohe Temperatur. Die Staubkörnchen oder Gesteinsbrocken verglühen dadurch.

Dass Meteore jedoch über viele Kilometer sichtbar sind, liegt an einem anderen Phänomen – dem sogenannten Rekombinations-Leuchten. Wegen der immensen kinetischen Energie der Meteoroiden werden den Atomen der Luftteilchen die Elektronen entrissen. Die Luft wird dadurch ionisiert, eine Plasmakugel entsteht. Das grelle Leuchten erfolgt bei der Wiedervereinigung der Elektronen mit den Atomkernen – der Rekombination.

Bei größeren Gegenständen kann durch dasselbe Phänomen ein Meteorschweif entstehen, der für einige Sekunden die Flugbahn des Meteoroiden erhellt.

Themen: Astronomie, Meteorschauer, Sternschnuppen, Fun Facts

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Meteorströme – Meteorschauer

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  6. Orioniden
  7. Leoniden
  8. Geminiden
  9. Ursiden
  10. Sternschnuppen – Erklärung
  11. Meteor, Meteorit oder Meteoroid?
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