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Halbschatten-Mondfinsternis

Im Gegensatz zur totalen Mondfinsternis und zur partiellen Mondfinsternis wird der Mond bei einer Halbschattenfinsternis (auch penumbrale Mondfinsternis) nur vom Halbschatten der Erde bedeckt.

Illustration image

Vollmond oder Halbschattenfinsternis?

Eine Halbschattenfinsternis ähnelt einem gewöhnlichen Vollmond.

©iStockphoto.com/Hydromet

Da die Mondoberfläche dabei noch direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, wird diese Art von Mondfinsternis oft übersehen und mit einem gewöhnlichen Vollmond verwechselt.

Wie entsteht eine Halbschattenfinsternis?

Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, sodass der Schatten der Erde auf den Mond fällt – zumindest ein Teil des Sonnenlichts wird also von der Erde geblockt und der Mond erscheint dunkler am Himmel.

Während einer Halbschattenfinsternis formen die drei Himmelskörper aber eine nur annähernd gerade Linie. Deswegen wandert der Mond lediglich durch den äußeren, helleren Teil des Erdschattens, den Halbschatten (Penumbra). Das bedeutet, dass die gesamte sichtbare Mondoberfläche weiterhin einem gewissen Anteil direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.

Vom Mond aus gesehen verdeckt die Erde nur einen Teil der Sonne, es kommt also zu einer partiellen Sonnenfinsternis.

Mondfinsternisse sind von der gesamten Nachtseite der Erde aus sichtbar. Da Sonnenfinsternisse dagegen immer nur innerhalb des Mondschattens zu sehen sind, welcher ein relativ keines Areal auf der Erdoberfläche abdeckt, sind diese Ereignisse an einem bestimmen Punkt auf der Erde viel seltener als Mondfinsternisse. Global gesehen ist dies jedoch nicht der Fall.

Voraussetzungen für eine Halbschattenfinsternis

Eine Halbschattenfinsternis kann von der Erde nur unter diesen Bedingungen beobachtet werden:

  1. Es ist Vollmond, der Mond befindet sich also auf der sonnenabgewandten Seite der Erde (Nachtseite).
  2. Gleichzeitig befindet sich der Mond in der Nähe eines der beiden Mondknoten (auch Drachenpunkte genannt), sodass Mond, Erde und Sonne eine annähernd gerade Linie bilden.

Mondknoten: Warum ist nicht jeden Monat Mondfinsternis?

Bei Vollmond steht der Mond auf der sonnenabgewandten Nachtseite der Erde, die Erde befindet sich also zwischen Sonne und Mond. Trotzdem kommt es nur in Ausnahmefällen zu einer Mondfinsternis.

Der Grund: Die Bahn, auf welcher der Mond die Erde im Laufe eines Mondmonats umkreist, steht in einem Winkel von 5° zur Bahn der Erde um die Sonne. Damit der Erdschatten auf den Mond fallen kann, muss sich der Mond während der Vollmondphase also an einem der beiden Orte befinden, an denen sich die beiden Bahnebenen überschneiden. Diese Orte heißen Mondknoten oder Drachenpunkte.

Die drei Schatten der Erde

Der Erdschatten hat drei verschiedene Teile: Das dunkle Zentrum des Schattens heißt Kernschatten oder Umbra. Den äußeren, helleren Bereich nennt man Halbschatten oder Penumbra. Jenseits des Kernschattens beginnt die sogenannte Antumbra.

Bei einer Halbschattenfinsternis wandert der Mond durch den Halbschatten der Erde.

Größe der Finsternis überall gleich

Bei einer Sonnenfinsternis hängt die Magnitude vom Standpunkt des Beobachters ab. Die vollständig verfinsterte Sonne kann man beispielsweise nur entlang eines schmalen Streifens sehen, auf den der Kernschatten des Mondes fällt. In Bereichen außerhalb dieses Streifens erscheint die Sonne nur teilweise verdeckt – die Finsternis erreicht also eine geringere Magnitude.

Das Gegenteil ist bei Mondfinsternissen der Fall: Hier ist die Magnitude unabhängig vom Standpunkt des Beobachters, der Erdschatten bedeckt überall denselben Anteil der Mondoberfläche. Trotzdem sieht die Finsternis nicht überall gleich aus. Je nach Breitengrad ist die Mondscheibe am Himmel anders ausgerichtet, auf der Südhalbkugel steht der Mond gewissermaßen Kopf. Deshalb wandert dort zum Beispiel der Erdschatten während der Mondfinsternis in eine andere Richtung als auf der Nordhalbkugel.

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5. Jan 2019, 23:34 UTCMehr

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