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Freitag der Dreizehnte – ein Unglückstag?

Freitag, der 13. gilt vielen Menschen als Unglückstag. Woher kommt dieser Aberglaube? Und haben wir an diesem Tag wirklich mehr Pech?

A black kitten looking sad.

Auch schwarze Katzen gelten als Unglücksbringer

Ihren schlechten Ruf haben schwarze Katzen der Kirche zu verdanken. Während sie den alten Ägyptern heilig waren, wurden sie im Mittelalter als heidnische Gottheiten und Abbild des Satans verteufelt.

©iStockphoto.com/Seregraff

Nächster Freitag, der 13.

Der nächste Termin ist Freitag, 13. Juli 2018.

Der Aberglaube und die Statistik

Eines vorneweg: Man kann auch an einem Freitag, dem 13. sehr viel Glück haben. So berichtet CNN von einem britischen Ehepaar, das beim Lotto einen millionenschweren Preis abräumte – und das mit einem Lottoschein, der an einem Freitag, dem 13. gekauft wurde. Am selben Tag, so berichten die glücklichen Gewinner, war ein Spiegel in ihrem Haus heruntergefallen und zerbrochen.

Wer jetzt die Gültigkeit dieses Beispiels in Frage stellt, da Scherben ja bekanntlich Glück bringen und so die Unglücks-Energie des ominösen Datums überlagert haben könnten, dem sei an dieser Stelle ein Blick auf die Statistik ans Herz gelegt. Die besagt, dass es keinerlei handfeste Anhaltspunkte dafür gibt, dass das Datum Unglück und die Scherben Glück verheißen. Ganz im Gegenteil: Viele Menschen nehmen sich am Freitag, dem 13. besonders in Acht. So haben Studien ergeben, dass etwa die Anzahl der Unfälle an diesem Tag eher zurückgeht.

Andererseits gibt es, wie immer, auch Studien, die das Gegenteil zu beweisen scheinen. Normalerweise verknüpfen Wissenschafter eine erhöhte Unfallzahl jedoch nicht mit der Unglück bringenden Wirkung der Zahl 13, sondern mit der Angst mancher Menschen vor der Zahl, die zum Beispiel im Straßenverkehr zu Unachtsamkeit führen kann.

Die letztgenannte Studie wurde übrigens umgehend widerlegt.

Paraskavedekatriaphobie

Dass harte Fakten gegen einen gepflegten Aberglauben nicht viel ausrichten können, zeigt der real existierende medizinische Befund der Paraskavedekatriaphobie. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und beschreibt die krankhafte Angst vor Freitag, dem 13: paraskeví bedeutet Freitag, dekatría dreizehn und fóbos die Furcht.

Nicht ohne Grund fehlt in vielen Flugzeugen die dreizehnte Sitzreihe, in manchen Hochhäusern gibt es kein dreizehntes Stockwerk. Napoleon Bonaparte, Arnold Schoenberg und Franklin D. Roosevelt gehören zu den bekanntesten Paraskavedekatriaphobikern.

Woher kommt der Aberglaube?

Über den Grund für den schlechten Ruf des Datums wird gestritten. Einige machen die nordische Mythologie dafür verantwortlich, andere die Bibel, einen amerikanischen Geschäftsmann oder ein Ereignis am Freitag, den 13. Oktober 1307. Wahrscheinlich ist, dass alle ein bisschen dazu beigetragen haben, den Aberglauben um Freitag, den 13. zu schüren.

13-Angst und Freitag-Angst

Ralf Bülow führt an, dass es bereits seit frühester Zeit eine Angst vor der Nummer 13 gibt. Nicht umsonst wurde sie im deutschen Volksmund lange Zeit “Dutzend des Teufels” genannt. Auch Belege für eine weit zurück reichende Angst vor dem fünften Wochentag hat Bülow gefunden.

Liegt die Quelle in grauer Vorzeit...?

Heute haben sich diese traditionellen Phobien gewissermaßen zu einer kollektiven Paraskavedekatriaphobie vereinigt. Oft wird als Grund die brutale Verfolgung der Tempelritter angeführt, die laut Überlieferung am Freitag, den 13. Oktober 1307 begann.

Auch die Bibel wird in diesem Zusamenhang gerne bemüht: So soll Judas, der Verräter Jesu, der 13. Gast des letzten Abendmahls gewesen sein. Ein ähnliches Ereignis findet sich in der nordischen Mythologie. Hier ist es der Halbgott Loki, der als 13. Gast beim Bankett der Götter auftaucht und so ein Chaos auslöst, das zum Tode des Gottes Balder führt.

...oder doch eher in Hollywood?

Einen viel größeren Einfluss hat aber wohl die Popkultur des letzten Jahrhunderts gehabt, in deren Büchern und Filmen der Aberglaube kultiviert wurde. Der amerikanische Geschäftsmann Thomas W. Lawson veröffentlichte 1907 einen Roman namens "Friday, the Thirteenth", dessen Protagonist an einem Freitag, den 13. einen katastrophalen Börsencrash auslöst.

Auch Hollywood hat zur Paraskavedekatriaphobie beigetragen. 1980 kam der Horrorstreifen "Friday the 13th" in die Kinos, der zu einem Klassiker seines Genres wurde.

Themen: Geschichte, Kalender, Wochentage, Fun Facts

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