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Wann ist Winteranfang 2020?

Der kalendarische Winteranfang fällt auf die Wintersonnenwende, den kürzesten Tag des Jahres. Die Meteorologie verwendet jedoch eine andere Definition.

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Klirrende Kälte bestimmt vielerorts die Wintermonate.

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Winterbeginn 2020: Datum und Uhrzeit

Im Jahr 2020 beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel der Erde, also unter anderem in Deutschland und in allen anderen europäischen Ländern, am 21. Dezember 2020 um 11:02 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Hier markiert dieses Ereignis zugleich den kürzesten Tag und die längste Nacht 2020.

Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne über dem südlichen Wendekreis im Zenit. Danach wandert sie wieder nach Norden. Der Wendekreis befindet sich bei 23° 26′ südlicher Breite, er zieht sich also zum Beispiel durch Australien und Namibia.

21. Dezember, 22. Dezember – oder 1. Dezember?

Das Datum der Sonnenwende im Dezember ändert sich von Jahr zu Jahr, und es hängt auch von der Zeitzone ab. In Deutschland, Österreich und in der Schweiz findet die Wintersonnenwende immer am 21. oder 22. Dezember statt. Dies gilt zumindest für die nächsten Jahrzehnte – gegen Ende des Jahrhunderts gibt es in dieser Zeitzone auch Wintersonnenwenden am 20. Dezember.

Meteorologischer Winteranfang 2020

In der Meteorologie beginnen die Jahreszeiten jedoch schon am ersten Tag des Monats, in den die jeweilige Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche fällt. Nach dieser Definition beginnt der Winter auf der Nordhalbkugel also jedes Jahr am 1. Dezember.

Meteorologen verwenden diese Definition, um vier Jahreszeiten von konstanter Länge zu erzeugen und so die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten über längere Zeiträume zu gewährleisten.

Die Wintermonate der Nordhalbkugel: Dezember | Januar | Februar | März

Kürzester Tag 2020 – Tageslänge

Je weiter sich der subsolare Punkt – also der Ort, über dem die Sonne im Zenit (genau senkrecht) steht – nach Süden bewegt, desto kürzer werden auf der Nordhalbkugel die Tage. Die Sonnenwende im Dezember markiert hier also den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres.

Der Unterschied zwischen der Länge des kürzesten und des längsten Tages ist umso größer, je weiter man sich vom Äquator entfernt. In Berlin vergehen am kürzesten Tag zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zum Beispiel etwa 7 Stunden und 39 Minuten. Der längste Tag des Jahres ist in der deutschen Hauptstadt ganze 9 Stunden und 11 Minuten länger: Er dauert hier 16 Stunden und 50 Minuten.

Innerhalb der Polarkreise ist der Unterschied am extremsten. An den Polen geht die Sonne im Winter für ein halbes Jahr überhaupt nicht auf, im Sommer steht die Mitternachtssonne am Nachthimmel, es wird also sechs Monate nicht dunkel.

Winteranfang im Juni

Auf der Südhalbkugel beginnt mit der Sonnenwende im Dezember der Sommer. Der Winteranfang fällt dagegen auf die Sonnenwende im Juni.

Im Winter werden die Tage länger

Der Winter steht für Kälte und Dunkelheit. Da die Jahreszeit jedoch mit dem kürzesten Tag beginnt, werden die Tage im Winter schrittweise länger, nicht kürzer (siehe Tageslicht-Grafik).

Trotzdem ist der Winter die kälteste Jahreszeit. Verantwortlich für die Abkühlung der Erdatmosphäre ist die Tatsache, dass in den Wintermonaten mehr Wärme ins All abgestrahlt wird als uns über die Sonneneinstrahlung erreicht. Die Tage werden zwar länger, aber die Sonnenenergie reicht noch nicht aus, um den Wärmeverlust auszugleichen. Erst im Spätwinter und im Frühjahr, also um die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche, ist dies wieder der Fall – dann steigen auch die Temperaturen.

Themen: Kalender, Jahreszeiten