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Monate: Herkunft und Bedeutung

Monate haben etwas mit den Mondphasen zu tun, klar. Aber warum stimmt ihre Länge dann nicht mit der Dauer eines Mondzyklus überein? Warum beginnen Monate nicht bei Neumond oder Vollmond?

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Was haben Monate mit dem Mond zu tun?

Was haben Monate mit dem Mond und den Mondphasen zu tun?

©iStockphoto.com/zoff-photo

Sonnenkalender und Mondphasen

Der heute international gebräuchliche gregorianische Kalender ist ein Sonnenkalender. Er orientiert sich also in erster Linie an der Länge des Sonnenjahres und versucht diese möglichst präzise widerzuspiegeln. Ein Sonnenjahr ist die Zeitspanne, in der die Erde die Sonne einmal komplett umrundet.

Die Mondphasen spielen in diesem Kalendersystem keine Rolle. Trotzdem unterteilen wir das Jahr in zwölf Monate – Zeitspannen, die ursprünglich von der Länge der Mondzyklen abgeleitet wurden, diese aber heute nicht mehr widerspiegeln.

Warum gibt es Monate?

Warum also gibt es in einem Sonnenkalender überhaupt Monate? Nun, die Unterteilung des Jahres in kleinere Zeiteinheiten hat zunächst praktische Gründe. Ein volles Sonnenjahr ist eine recht sperrige Zeiteinheit. Um die lange Zeitspanne zusätzlich zu strukturieren, gibt es Wochen, Tage – und eben Monate.

Relikt aus Rom

Dass wir jedoch ausgerechnet Monate als größte Zeiteinheit verwenden, um das Kalenderjahr zu unterteilen, liegt an der Geschichte unseres Kalendersystems. Der Monat ist ein Überbleibsel einer frühen Version des römischen Kalenders und seiner Vorläufer. Man nimmt an, dass es sich dabei um Mondkalender (Lunarkalender) handelte – also um Kalender, in denen sich die Länge der Monate tatsächlich an den Mondzyklen orientierte.

Bedeutung und Herkunft der Monatsnamen
– auf Monat klicken
PositionMonatTage
1Januar31
2Februar28 oder 29
3März31
4April30
5Mai31
6Juni30
7Juli31
8August31
9September30
10Oktober31
11November30
12Dezember31

Römer koppelten Monate von Mondphasen ab

Als kalendarisches Konzept haben Monate viele Jahrhunderte mit unzähligen Kalenderreformen überlebt – von den antiken Mondkalendern der Etrusker und frühen Römer über die lunisolaren Kalender des Römischen Reichs bis hin zum julianischen Kalender, der bereits ein reiner Sonnenkalender war und von dem Ende des 16. Jahrhunderts der heute gebräuchliche gregorianische Kalender abgeleitet wurde.

Bereits im Römischen Reich wurde jedoch die Länge der Kalendermonate von den tatsächlichen Mondphasen abgekoppelt. Die erste historisch nachgewiesene Version des römischen Kalenders wies bereits Monate auf, deren Längen sich nicht mehr an die Dauer der Mondzyklen hielten.

Beginnt nicht mehr bei Neumond

So leben wir heute mit einem Kalendersystem, das auf dem Lauf der Sonne basiert und gleichzeitig in Zeiteinheiten unterteilt ist, die sich ursprünglich nach der Bewegung des Mondes um die Erde richteten.

Obwohl der ursprüngliche Zweck der Monate als kalendarische Entsprechung der Mondzyklen bereits in der Bezeichnung Monat ersichtlich ist, beginnen die Monate deswegen heute nicht mehr mit dem Neumond oder Vollmond. Auch spiegeln sie in ihrer Länge die Mondzyklen nicht mehr wider.

Warum gibt es 12 Monate?

Die Anzahl der Monate ergibt sich aus den astronomischen Gegebenheiten. Ein durchschnittlicher Mondzyklus, also die Zeitspanne von einem Neumond zum nächsten, dauert etwa 29,53 Tage. Ein durchschnittliches Sonnenjahr dauert 365,24 Tage. Daraus ergeben sich etwa 12,36 Mondmonate pro Sonnenjahr.

Bereits im römischen Kalender wurde das Gemeinjahr deswegen in zwölf Monate unterteilt (frühere Versionen hatten nur zehn Monate, wobei jedoch 61 Wintertage nicht berücksichtigt wurden). Damit er auch das Sonnenjahr möglichst genau widerspiegelte, wurde in gewissen Abständen Schaltmonate eingefügt. Noch heute fügen wir aus diesem Grund fast alle vier Jahre einen Schalttag ein.

Themen: Zeitrechnung, Monate, Kalender

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