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Der römische Kalender

Der römische Kalender ist der Großvater des heute gültigen gregorianischen Kalenders. Einige unserer Monatsnamen gehen auf den Kalender zurück.

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Das Kolosseum in Rom.

Das Kolosseum gilt als Wahrzeichen der Hauptstadt Italiens. Das Amphitheater wurde im antiken Rom erbaut.

©iStockphoto.com/matthewleesdixon

Einführung

Laut Überlieferung soll Romulus, mit Remus einer der legendären Gründer und erster König Roms, den römischen Kalender um 753 v. Chr. eingeführt haben.

In diesem Kalendersystem begann das Jahr mit dem März (Martius). Laut einigen Quellen bestand es aus insgesamt zehn Monaten. Sechs Monate hatten 30 Tage, vier Monate hatten 31 Tage. Die 61 Wintertage zwischen December und Martius waren keinem Monat zugeordnet.

Monate im römischen Kalender – Romulus-Kalender

  1. Martius - 31 Tage
  2. Aprilis - 30 Tage
  3. Maius - 31 Tage
  4. Iunius - 30 Tage
  5. Quintilis - 31 Tage
  6. Sextilis - 30 Tage
  7. September - 30 Tage
  8. October - 31 Tage
  9. November - 30 Tage
  10. December - 30 Tage

Kalendae, Nonae, Iden, Tubilustrium

Anders als im julianischen und im gregorianischen Kalender waren die Tage im römischen Kalender nicht in Wochen unterteilt. Stattdessen wurde manchen Tagen eine besondere Bedeutung zugeschrieben, die so als Orientierungshilfe fungierten.

  • Kalendae: der erste Tag eines Monats
  • Nonae: der fünfte oder siebte Tag eines Monats
  • Iden: der 13. oder 15. Tag eines Monats
  • Tubilustrium: der neunte Tag nach den Iden

Die Nonae und Iden waren immer acht Tage voneinander entfernt. In den Monaten März, Mai, Juli und Oktober fiel die Nonae auf den siebten Tag, die Iden auf den 15. Tag; in den übrigen Monaten standen die Nonae am fünften Tag an, die Iden also am 13. Tag.

Ursprünglich hatten diese Tage einen konkreten astronomischen Bezug. So fielen beispielsweise die Kalendae auf den Neumond, die Nonae auf den zunehmenden Halbmond und die Iden auf den Vollmond. Diese Entsprechung ging jedoch mit der Zeit verloren.

Januar und Februar werden hinzugefügt

Der 304-tägige Kalender hatte einen entscheidenden Nachteil: Er passte nicht mit dem Sonnenjahr zusammen, die Jahreszeiten fielen somit in jedem Jahr auf unterschiedliche Monate. Laut Überlieferung reformierte der legendäre König Numa Pompilius im Jahr 713 v. Chr. den Kalender, indem er die Monate Januar (Iuanuarius) und Februar (Februarius) einführte und das Kalenderjahr so auf 354 bzw. 355 Tage verlängerte.

Mit dieser Änderung ging auch eine Verschiebung der übrigen Monate einher, deren Nachwirkungen noch heute sichtbar sind: der September (von lat. septem – sieben) ist seitdem der neunte Monat, der Oktober (lat. octo – acht) ist der zehnte, und so weiter.

Schaltmonate

Auch nach Einführung der beiden Anfangsmonate Januar und Februar passte der römische Kalender nicht mit dem Sonnenjahr zusammen – er war dafür noch immer zu kurz. In späteren Reformen versuchte man, die fehlenden Tage mit eingefügten Monaten wieder auszugleichen.

Der Oberste Priester (pontifex maximus) war dafür verantwortlich, die Schaltmonate anzuordnen und so die Länge eines Jahres zu bestimmen. Dieses Arrangement war anfällig für Missbrauch, da dem Pontifex so auch ein Instrument zur Verlängerung seiner Amtszeit in die Hand gelegt wurde.

Der julianische Kalender

Während seiner Amtszeit als pontifex maximus veranlasste Gaius Julius Caesar schließlich eine weitere Kalenderreform. Der nach ihm benannte julianische Kalender ist der direkte Vorgänger des heute gebräuchlichen gregorianischen Kalenders und war in manchen Ländern bis ins 20. Jahrhundert gültig.

Themen: Geschichte, Zeitrechnung, Kalender

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Kalendertypen

  1. Gregorianischer Kalender (heutiger Kalender)
  2. Julianischer Kalender
  3. Römischer Kalender
  4. Orthodoxer Kalender
  5. Jüdischer Kalender
  6. Islamischer Kalender
  7. Hinduistischer Kalender
  8. Persischer Kalender
  9. Kalender vs Sonnenjahr: Wie genau sind Kalender?
  10. Welche Jahre sind Schaltjahre?

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